Wind

Windenergie beschreibt die Nutzung der kinetischen Energie der bewegten Luftmassen der Erdatmosphäre. Diese Bewegung der Luftmassen resultiert ihrerseits aus der Strahlung der Sonne und steht damit gleichfalls wie Solarstrom in unbegrenztem, wenn auch unkonstantem Umfang zur Verfügung.

Wind entsteht dabei durch die unterschiedliche Einstrahlung der Sonne sowie die unterschiedliche Erwärmung von Wasserflächen und Festland sowie der Atmosphäre. Durch die daraus entstehenden Druck- und Temperaturunterschiede geraten die Luftmassen in Bewegung und Wind entsteht.

Ähnlich wie die Solarenergie wäre auch die global erzielbare Windenergie geeignet, den gesamten Weltenergiebedarf zu decken. Da Wind und damit auch Windenergie jedoch nicht in konstant gleichem Maße verfügbar ist, kann die Windenergie nur als Baustein mit anderen Energiequellen eine konstante Energieversorgung sichern. Nach einer Studie der Deutschen Energie-Agentur können jedoch langfristig bis 25 Prozent des Bedarfs mit dieser Energiequelle versorgt werden.

Deutschland ist nach den USA der weltweit zweitgrößte Nutzer von Windenergie, zudem ist die deutsche Industrie die führende Nation beim Ausbau der Windenergie. Das hat dazu geführt, dass Windenenergie in Deutschland die bedeutendste alternative Energiequelle darstellt und zwar vor Wasserkraft als auch Solarstrom.

Die Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen wird durch die mittlere Windgeschwindigkeit in Nabenhöhe, Stromverkaufspreis, Anlagen- und Infrastrukturkosten bestimmt. Da der Strom durch Windenergie äußerst günstig ist, sinkt durch seine Einspeisung ins Netz auch der Strompreis, denn teurerer Strom aus konventionellen Kraftwerken wird weniger stark an der Strombörse nachgefragt wird.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichert den Betreibern von Windkraftanlagen eine feste Vergütung für den eingespeisten Strom zu. Die Netzbetreiber und damit auch die Endverbraucher sind zudem zur Abnahme des erzeugten Stroms verpflichtet.

Die Vergütung liegt bei durchschnittlich 9 Cent/kWh, jedoch um 2 Prozent sinkend pro Jahr. Diese Vergütung ist jedoch auf 20 Jahre festgeschrieben. D.h. nur neu erstellte Anlagen werden von der jeweiligen Verminderung um 2 Prozent betroffen, wobei der Preis dann wiederum auf 20 Jahre festgeschrieben ist. In der Folge liegen die Einspeisevergütungen deutlich über dem durchschnittlichen Strompreis an der Strombörse von 7 Cent/kWh.