Geothermie

Geothermie oder auch Erdwärme ist die in der Erdkruste gespeicherte Wärme, soweit sie in für den Menschen zugänglichen Teilen entzogen und auch genutzt werden kann.

Sie kann durch eine Wärmepumpenheizung, durch die Erzeugung von elektrischem Strom aber auch durch Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden.

Die Erdwärme resultiert zum einen Teil aus Restwärme aus der Entstehungszeit unseres Planten, zum anderen aus radioaktiven Zerfallsprozessen, welche im Erdinneren zu einer Wärmeentwicklung führen. Die Temperatur in der Erdkruste steigt ca. alle 100m um etwa 3 °C. Das führt bei einem Kilometer Tiefe zu einer Temperatur von 35 bis 40 °C. Wärmepumpen eignen sich dazu Erdwärme zum Heizen oder Kühlen von Gebäuden sowie zur Erzeugung von Warmwasser zu verwenden. Dabei wird die Erdwärme durch Wärmesonden mit Bohrungen von 50m Tiefe und mehr genutzt.

Die Stromerzeugung aus heißem Wasser aus tiefen Erdschichten ist in Deutschland hingegen noch nicht verbreitet, da die Wassertemperaturen in der Tiefe zum Betreiben von Turbinen nicht ausreichen. Daher steht die Wärmeversorgung von Gebäuden im Wege der direkten energetischen Nutzung hydrothermaler Geothermie im Vordergrund.

Wärmepumpenheizungen haben aktuell hohe Zuwachsraten, nicht zu letzt durch das gestiegene Umweltbewusstsein und den Bedarf an günstiger Wärmeversorgung.

Für solche Anlagen kann – je nach Einzelfall – eine bergrechtliche sowie eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich sein.

Die Einspeisevergütung liegt nach dem EEG für geothermisch erzeugten Strom bei 23 Cent/kWh. Zudem werden Tiefengeothermieanlagen mit Zins- und Tilgungszuschüssen aber auch durch Subventionen bei den Bohrkosten sowie mit der Errichtung von Wärmenetzen gefördert. Diese Aspekte sowie neue Technologien machen auch größere Geothermieanlagen künftig deutlich attraktiver.