CO2-Zertifikate

Der Emissionsrechtehandel oder Handel mit Emissionszertifikaten ist Teil der Umweltpolitik und hat die Zielsetzung Schadstoffemissionen mit geringen volkswirtschaftlichen Kosten zu senken. Die Europäische Union versucht damit die im Kyoto-Protokoll festgelegten, Klimaschutzziele zu erreichen.

Die Rechtsgrundlage auf Seiten der EU bildet die Emissionshandelsrichtline (Richtlinie 2003/87/EG) und wurde in Deutschland mit dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) umgesetzt.

Danach müssen Unternehmen mit hohem Kohlendioxidausstoß (Fabriken und Kraftwerke) von der Bundesregierung nach bestimmten Kriterien verteilte Emissionszertifikate vorhalten. Diese können national wie international frei gehandelt werden und sollen ökonomische Anreize geben, den Schadstoffausstoß zu verringern.

Das erfolgt in der Weise, dass die von einem Unternehmen nicht benötigten Berechtigungen verkauft werden können, wenn die ausgestoßenen Emissionen geringer als die zugeteilten Zertifikate sind. Es können aber auch Zertifikate dazugekauft werden, wenn Maßnahmen zur Schadstoffminimierung teurer wären.

Am Ende einer Betrachtungsperiode werden tatsächlich ausgestoßene Emissionen mit der Zahl zugeteilter Zertifikate verglichen. Kann ein Unternehmen dann nicht die erforderlichen Berechtigungen nachweisen, so ist eine Strafzahlung fällig und darüber hinaus müssen die restlichen Zertifikate zusätzlich erworben werden.

Um einen Anreiz für emissionssparende Maßnahmen und die Anschaffung der notwendigen Technologien zu geben, ist die Menge der ausgegebenen Zertifikate geringer als die erwartete Menge an Emissionen.

Im Ergebnis werden Unternehmen so angehalten ihren Kohlendioxidausstoß an den effektivsten Punkten zu senken.